Gedichte


Eichhörnchen an deinem Grab

 

So stehe ich hier an deinem Grab,

heute ist ein grauer Novembertag.

Ein Eichhörnchen das neben mir saß,

und einen Kiefernzapfen fraß.

Die Blätter fallen hernieder, es säuselt der Wind,

und ich muss weinen - weinen wie ein Kind.

 

Der Körper durch die kälte zittert,

und meine Stimme die nur bibbert.

Weit entfernt von mir kann ich sie vernehm,

nein, das ist nicht angenehm.

Die Tränen - sie brennen in meinem Gesicht,

die Trauer um dich - sie hat mich erwischt.

 

An einem Ort, wie diesen darf es so sein,

doch in der Realität ist man mit dem Schmerz allein.

Ich wünschte ich könnte über die Regenbogenbrücke gehn,

und dich endlich wiedersehn.

Doch meine Aufgabe hier auf der Erde ist noch nicht erreicht,

mein Weg, der wird nicht immer leicht.

 

Das Eichhörnchen, das neben mir saß,

und einen Kiefernzapfen fraß.

Zwischen uns endstand eine Harmonie,

aus vollen Herzen pfiff ich eine Melodie.

Ich war ganz in Gedanken versunken,

denn du Mama hast sie mir als Kind oft vorgesungen.

 

Das Eichhörnchen es schien verzückt,

ein zweites und ein drittes kam heran gerückt.

Den Eichhörnchen ist es kleines Wunder geglückt,

denn plötzlich war ich nicht mehr ganz so bedrückt.

Ein Teil der Last viel von mir ab, was sollte ich nur machen?

Ich musste lachen,

Zum ersten Mal an diesem grauen Novembertag,

hier an deinem Grab.

 

Auch an einem Ort wie diesen, darf das so sein,

und in Realität ist man mit einem Lachen niemals allein.

Ich sag es ganz bescheiden,

pfeifen konntest du nicht leiden.

Ich errinnerte mich von dir an einen Vers,

der Gedanke daran ging direkt ins Herz.

"Mädchen die Pfeifen,

Hühner die Krähen,

soll man bei Zeiten,

die Häsle umdrehn."

©Rocio  - November 2012


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